11.1.2010
Pünktlich gab der Anwalt Tronje Döhmer die Revisionsschrift beim Oberlandesgericht in Frankfurt ab. Haarklein wurde das Urteil der Berufungsverhandlung vom letzten Jahr auseinandergenommen.
Angeklagter und Anwalt haben eine ziemlich große Menge von Rechtsfehlern gefunden – so wurden allein 9 Beweisanträge überhaupt nicht behandelt.
Das Urteil kann nun jederzeit bestätigt oder aufgehoben werden. Im ersten Fall heißt es dann 6 Monate Gefängnis, im zweiten muss der spektakuläre Prozess wiederholt werden!
Der Mitangeklagte Neuhaus legte keine Revision ein. Seine Haftstrafe war in Geldstrafe und gemeinnützige Arbeit umgewandelt worden.
Wer viel Muße hat, kann sich die knapp 150 Seiten hier durchlesen. Die Form ist für alltägliche Lesegewohnheiten allerdings schwer verdaulich:
in Revisionsschriften muss immer alles in den Text eingefügt werden – es darf nicht mit Verweisen und Quellen gearbeitet werden.
Revisionsschrift
Und hier noch ein Rückblick auf das vergangene Berufungsverfahren
18.12.2009 13:41
Gießener Wissenschaftlern gelang Entwicklung salzresistenter Maispflanzen durch konventionelle Züchtung!
Dazu die Pressemitteilung der Universität:
Ausführlicher Bericht von Sarah Hatzig, Christian Zörb und Sven Schubert in der neuesten Ausgabe des „Spiegels der Forschung“: Forschern des Instituts für Pflanzenernährung der Justus-Liebig-Universität Gießen ist es kürzlich gelungen, salzresistente Maispflanzen auf klassischem Züchtungsweg zu entwickeln. Damit konnte eine grundlegende Voraussetzung geschaffen werden, den Anbau von Nutzpflanzen auf versalztem Kulturland zu ermöglichen.
Weltweit erfährt der Anbau von Nutzpflanzen eine wesentliche Beeinträchtigung durch Bodenversalzung. Vor allem in trockenen Klimazonen führen unzureichende Niederschlagsmengen zu einer Anreicherung von Salzen im Oberboden. Die Folge ist eine Verminderung der Bodenfruchtbarkeit. Forschern des Instituts für Pflanzenernährung der Justus-Liebig-Universität Gießen ist es kürzlich gelungen, salzresistente Maispflanzen auf klassischem Züchtungsweg zu entwickeln. Damit konnte eine grundlegende Voraussetzung geschaffen werden, den Anbau von Nutzpflanzen auf versalztem Kulturland zu ermöglichen.
In zahlreichen Versuchen konnte gezeigt werden, dass Maispflanzen verschiedene physiologische Strategien verfolgen, um hohe Salzkonzentrationen im Boden zu überstehen. Neben der Anlage zur Vermeidung von toxischen Ionenanreicherungen im pflanzlichen Gewebe besitzen manche Pflanzen eine stärker ausgeprägte Fähigkeit, auch Wassermangel unter salinen Bodenbedingungen besser zu überstehen. Als Ziel galt es, die verschiedenen Resistenzstrategien durch Kreuzung geeigneter Elternlinien in einem Pflanzentyp zu vereinen. Eine komplexe Anzahl verschiedenster Gene ist an der Ausprägung jeder einzelnen Resistenzstrategie beteiligt. Die Wissenschaftler fanden indes heraus, dass sich die Salzverträglichkeit von Maispflanzen anhand einzelner leicht erfassbarer physiologischer Parameter charakterisieren lässt. Diese Erkenntnis ermöglichte die Auswahl geeigneter Kreuzungseltern und die Überprüfung des Kreuzungserfolgs ohne den Einsatz molekulargenetischer Verfahren. Zur Weiterzucht wurden reinerbige Pflanzen, die unter salinen Bedingungen ein gutes Wachstum und niedrige Natriumkonzentrationen im Blattgewebe aufwiesen, verwendet. Am Ende konnten salzresistente Hybridpflanzen hervorgebracht werden. Damit gelang den Wissenschaftlern ein Fortschritt, der durch den Einsatz molekulargenetischer und konventioneller Methoden bisher noch nicht erreicht werden konnte.
Einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema finden Sie in der neuesten Ausgabe des „Spiegels der Forschung“, dem Wissenschaftsmagazin der Justus-Liebig-Universität Gießen, der gerade erschienen ist. Schwerpunktthema in dieser Ausgabe ist die Öffnung der Berliner Mauer im Jahr 1989.
Weitere Informationen:
http://www.uni-giessen.de/spiegel-der-forschung


